Ausbildungszeugnis IHK bald auf der Blockchain!

Ausbildungszeugnis (IHK)Einer Pressemitteilung vom 20.11.2019 ist zu entnehmen, dass die Staatsministerin für Digitales, Frau Judith Gerlach die Blockchaintechnologie nutzen möchte. Ab 2020 will die bayerische Staatsregierung verifizierbare Ausbildungsnachweise auf der Blockchain abbilden. Das Ausbildungszeugnis IHK soll somit fälschungssicher werden.

IHK für München und Oberbayern soll erster Partner sein

Die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern wird Anfang 2020 erstmals in einem gemeinsamen Projekt mit dem Digitalministerium digitale Ausbildungszeugnisse, zusätzlich zu den normalen Zeugnissen bereitstellen.


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Was ist das IHK Ausbildungszeugnis? 

Das Ausbildungszeugnis IHK ist eine Urkunde, die von einer Industrie- und Handelskammer nach einer bestandenen Prüfung ausgestellt wird. Gemäß §37 Berufsbildungsgesetz (BBiG) ist dem Prüfungsteilnehmer (Prüfling) nach einer bestandenen (beruflichen) Abschlussprüfung ein Zeugnis auszustellen.

Gehören beglaubigte Kopien bald der Geschichte an?

Die Blockchain bietet viele Möglichkeiten. So soll in Zukunft die Echtheit der Prüfungszeugnisse über einen elektronischen Schlüssel verifiziert werden. Diesen erhält der Arbeitgeber inklusive der PDF Datei vom Bewerber. Zur Überprüfung soll eine Website zur Verfügung gestellt werden, auf der anschließend die Überprüfung der Echtheit möglich ist. Sollte dies alles reibungslos implementiert werden, könnten beglaubigte Kopien bald der Geschichte angehören. Gut so!

Für Digitalministerin Judith Gerlach stellen die Zeugnisnachweise nur den ersten Schritt zu einer umfassenderen Nutzung von Blockchain-Verifikationsmöglichkeiten dar. In der Zukunft seien weitere Anwendungsfälle geplant. Gerlach schreibt dazu:

Die Zeugnisse sind ein erster Schritt für die konkrete Nutzung von Blockchain in der Verwaltung und lässt sich theoretisch auf jede Art von Dokument, egal ob Zeugnis, Urkunde oder Vertrag ausweiten. Wir wollen bald noch weitere Praxisanwendungen starten.


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Die Echtheit über die Blockchain bestätigen im Trend

Ein weiteres Beispiel bietet die Hamburger School of Business Administration (HSBA), die bereits Mitte November eine Einführung einer ähnlichen Möglichkeit veröffentlichte.

Bildungseinrichtungen setzen verstärkt auf Blockchainnachweise, um die Echtheit von Zeugnissen überprüfen zu können. Bereits ab diesem Semester bietet die Fachhochschule Salzburg diesen Dienst für die Studenten an.

Alle Zeugnisse künftig digital

Durch einen über Blockchain-Technologie jederzeit dezentral durchführbaren Nachweis können Empfänger der digitalen Zeugnisse jederzeit online deren Echtheit überprüfen. Die Technologie dazu wurde durch das Spin-Off der FH Salzburg Sproof GmbH auf Basis der Ethereum Blockchain entwickelt.

Zur Funktionsweise des Echtheitsnachweises schreibt die FH Salzburg:

Dank der innovativen und dezentralen, von Sproof entwickelten, digitalen Signatur können Absolventinnen und Absolventen bei Bewerbungen jederzeit nachweisen, dass die Dokumente original sind und in der vorliegenden Form unverfälscht von der FH Salzburg ausgestellt wurden. Auch der Zeitpunkt der Ausstellung ist dadurch eindeutig festgelegt.

Die durch die Sproof GmbH entwickelte Lösung wurde von der FH Salzburg auf ihrer Webseite integriert. Über einen simplen Datei-Upload kann damit die Echtheit der digitalen Zeugnisse per Knopfdruck überprüft werden. Die FH Salzburg zeigt damit den deutschen IHKs den Weg auf und kann hier als Vorzeigebeispiel dienen.

Forschungszentrum für Blockchaintechnologie

Eine Pressemitteilung der Hochschule vom 8. November zeigt auf, dass auch die Fachhochschule im österreichischen St. Pölten ein „Josef Ressel Forschungszentrum“ (JR) für Blockchaintechnologie eröffnet hat.

Erforschung der IT Security rund um Blockchain

Bei den Forschungszentren handelt es sich um die Christian Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) zur anwendungsorientierten Grundlagenforschung mit fixen Laufzeiten. Die Finanzierung teilt sich die öffentliche Hand mit den Beiträgen aus den Mitgliedsunternehmen. An dem neuen Forschungszentrum sollen künftig Aspekte der IT Security rund um den Einsatz der Blockchain erforscht und neue Anwendungsfelder entwickelt werden. Die Fachhochschule St. Pölten möchte hierbei auch als beratende Instanz fungieren.

Zu den konkreten Forschungsfeldern schreibt die Fachhochschule:

Zu den Forschungsthemen gehören Sicherheitsmanagement, die Integration von Trusted Computing (spez. Sicherstellung korrekter Programmausführung) sowie sichere Zugriffskontrollsysteme für Blockchains.

Quantencomputer auf der Liste des Forschungszentrums

Das Forschungszentrum überprüft bereits mögliche Ersatztechnologie anstelle der Blockchain. Quantencomputer mit entsprechender Leistung könnten die Blockchain zum bröckeln bringen. Aber das wäre ein anderes Thema.

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