Bitcoin Cash erleidet 51%-Attacke nach Hard Fork

Am 15. Mai führte Bitcoin Cash ein Update in Form eines Hard Forks durch. Hierbei erlitt BCH eine 51%-Attacke von den beiden Mining-Pool`s BTC.com und BTC.top. Diese haben eine Reorganisation der Blockchain vorgenommen, um unzulässige Transaktionen im Wert von 1,4 Millionen USD eines dritten Miners zu revidieren.

Ein Baustein des ersten Updates der zwei jährlich durchgeführten Hard Forks von Bitcoin Cash war es, nicht nutzbare BCH von SegWit-Adressen wieder an die ursprünglichen Besitzer der Coins zu senden. Allerdings gelang es einem Angreifer kurzzeitig aufgrund eines Fehlers im Befehl CLEANSTACK sich alle 3400 Coins zu erschleichen. Die beiden Mining Pool`s BTC.com und BTC.top haben daraufhin ein 51%-Attacke gestartet.

Diese gibt den Minern, die mehr als 51% der gesamten Hash-Rate haben, die Möglichkeit, die Blockchain zu reorganisieren. Das heißt hier, dass zwei Blöcke zurückgesetzt und überschrieben wurden – es wurde Double Spending durchgeführt. Da die Mehrheit der Miner die neue Blockchain unterstützt, wurde eine neue Transaktionshistorie festgesetzt.

Da der einzige Betroffene wohl der Angreifer selbst war, wirkte sich die 51%-Attacke kaum auf den Kurs des Bitcoin Cash aus. Laut offiziellen Angaben haben die beiden Pool`s so entschieden, um die Community vor dem Angreifer zu schützen und stellen es als gutwillige 51%-Attacke dar. Allerdings kommen auch Stimmen auf, die den Vorfall deutlich weniger positiv einstufen.

Hierbei ist ein Bekennerschreiben von dem Pseudonym „Kiarahpromise“ veröffentlicht worden, von dem der Bug des Hard Forks für leere Blöcke sorgte. „Kiarahpromise“ ist nach eigenen Angaben eine IT-Sicherheitsforscherin und wollte damit darauf aufmerksam machen, dass die Dezentralität der Kryptowährung so dann gegeben sei, wenn es gerade passt. Dies dürfte auch die Community zum kritischen Nachdenken anregen.

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