Erstes Urteil bestätigt Krypto-Steuer in Deutschland!

Krypto-SteuerIm Juni 2019 wurde das erste Urteil zur Krypto-Steuer in Deutschland gefällt.

Informationen hierzu finden Sie in diesem Artikel, aber nacheinander…

Wichtig beim Einkauf von Kryptowährungen

Bereits beim Kauf von Kryptowährungen müssen wir steuerliche Aspekte beachten. Um später nachzuvollziehen, wie groß die Steuerlast ist, benötigst du deinen Einkaufspreis und den Einkaufszeitpunkt. Warum benötigst du dies? Dein Finanzamt wird in der Regel nach den Informationen anfragen und wenn du diese nicht vorlegen kannst, dann hast du erstmal ein Problem und die Steuerlast kann dadurch höher ausfallen. Aber nicht nur für die Steuerlast, sondern auch für die Steuerfreiheit, die nach einem Jahr Haltedauer eintritt, muss ein Nachweis erfolgen.

First in, First out

Wie du nun bereits weißt, musst du dir beim Einkauf von Kryptowährungen einige Notizen machen. Ebenfalls musst du auf das Verfahren zur Besteuerung achten. Aus einigen Quellen ist herauszulesen, dass die Einzelbewertung anzuwenden ist. Viele Stimmen sagen aber, dass das FIFO-Verfahren angewendet werden sollte, da dieses einfacher anzuwenden ist und von den meisten Finanzämtern auch akzeptiert wird. FIFO bedeutet First in First out – sprich was zuerst gekauft wurde, gilt auch als zuerst veräußert.

So werden Kryptowährungen besteuert

Als Laie würde man vermuten, dass Gewinne durch die Spekulation mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen ähnlich wie Gewinne aus dem Aktienhandel gehandhabt werden. Diese Annahme ist jedoch falsch! Anders als bei Wertpapiergeschäften handelt es sich nicht um Einkünfte aus Kapitalvermögen. Daher fällt beim Traden keine Abgeltungssteuer an. Auch sind Kryptowährungen im Gegensatz zum Euro oder Dollar keine gesetzlichen Zahlungsmittel.

Richtig ist, dass das Bundesministerium für Finanzen Bitcoins und alle anderen Kryptowährungen als privates Geld eingestuft und mit „anderen Wirtschaftsgütern“ steuerlich gleichgestellt hat. Wird das virtuelle Wirtschaftsgut privat veräußert, fällt dieser Vorgang gemäß dem Einkommensteuergesetz nach § 23 unter die privaten Veräußerungsgeschäfte. Genau wie beim Verkauf eines Goldbarrens, eines Oldtimers oder eines Kunstwerks sind die Einkünfte in der Steuererklärung als sonstige Einkünfte in der Anlage SO zu vermerken.

In erster Linie entscheidet die Haltedauer über die Steuerpflicht und in zweiter Linie die Höhe des Gewinns. Analog der privaten Veräußerung mobiler Gegenstände gilt für Kryptowährungen zum einen eine Spekulationsfrist von einem Jahr, zum anderen die Freigrenze von 600 Euro.

Wird die Kryptowährung innerhalb eines Jahres gehandelt, fallen Steuern an, sofern der Gewinn 600 Euro oder mehr beträgt. Wer mit einem Cent über der Freigrenze liegt, muss den Gesamtgewinn versteuern. Diese Freigrenze bezieht sich übrigens auf alle privaten Veräußerungen eines Jahres und nicht nur auf die Kryptogewinne. Fallen Steuern an, so ist der Gewinn wie das Regeleinkommen mit dem persönlichen Einkommensteuersatz plus Soli und Kirchensteuer zu versteuern. Fallen keine Steuern an, wirken sich Verluste und Gebühren steuerlich nicht aus.

Ein Jahresgewinn bleibt folglich zum einen bis 599,99 Euro innerhalb der Spekulationsfrist komplett steuerfrei. Zum andern ist der Gewinn unabhängig von seiner Höhe absolut steuerfrei, wenn die Haltedauer der Kryptowährung von einem Jahr überschritten wurde. Wer steuerfreie Gewinne erzielen möchte, muss seine Coins also mindestens 12 Monate im Wallet belassen.

Erstes Urteil bestätigt Krypto-Steuer in Deutschland!

Bis jetzt gab es kein Urteil zur Krypto-Steuerbehandlung in Deutschland. Im Juni 2019 hat sich dies geändert, ein Mandant hat nämlich seine Besteuerung angefechtet.

Das Urteil wurde vor dem Finanzgericht Berlin-Brandenburg entschieden und hat Krypto Anleger vor großen Überraschungen bewahrt. Die Veräußerung von Kryptowährungen nach einem Jahr ist und bleibt steuerfrei.

Unter dem Aktenzeichen 14 V 13100/19 hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg am 20.06.2019 ein Urteil gesprochen. In diesem Urteil ging es um die Frage: „Sind Kryptowährungen Wirtschaftsgüter“?

Ja! Kryptowährungen gelten in Deutschland als immaterielle Wirtschaftsgüter und damit ist die Veräußerung nach einem Jahr steuerfrei.

Die Besteuerung nach § 23 EStG ist damit vollständig zulässig. Im Urteilsfall ging es in einem steuerpflichtigen Gewinn von 966.371 € und eine Steuerlast von 459.323 €.

Das Urteil bestätigt die bis jetzt angenommene Besteuerung und barg keine Überraschungen. Allerdings handelt es sich dabei um das erste Urteil und es kann noch kein Vergleich gezogen werden.

Disclaimer:
Die Angaben auf dieser Webseite dienen lediglich der allgemeinen Information und sind nicht als Rechts-, Steuer- oder sonstige Fachberatung zu sehen.
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