Facebook-Projekt Libra soll mit sofortiger Wirkung eingestellt werden

Libra Schriftzug

In einem öffentlichen Brief von Demokraten aus dem US-Repräsentantenhaus an Facebook gerichtet, wird darum gebeten, die Entwicklung von Libra einzustellen. Es wird eine klare Regulierung gefordert und auf die Gefahr der Verletzung der Privatsphäre hingewiesen. Den offiziellen Brief findest du hier. Das Projekt Libra wurde am 18. Juni 2019 in einem Whitepaper vorgestellt. Die Zusammenfassung des Whitepapers findest du hier. Ein wichtiger Auszug aus dem Brief ist folgender:

„Es könnte sich um ein neues globales Finanzsystem mit Sitz in der Schweiz handeln. Die Geldpolitik betrifft nicht nur zwei Milliarden Nutzer von Facebook, sondern auch Investoren, Verbraucher und die gesamte Weltwirtschaft. Am 18. Juni 2019 gab Facebook den Plan für das Projekt namens Libra bekannt, sowie einer digitalen Wallet um diese Kryptowährung zu speichern. 27 Organisationen mit Sitz in der Schweiz unterstützen das ganze. […] Bis zum geplanten Starttermin Anfang 2020 hofft Facebook, mit über 100 Firmen zu kooperieren.“

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Die Demokraten haben hierbei Angst um die Privatsphäre und dass ein neues Finanzsystem erschaffen werden könnte, welches fast unabhängig von staatlicher Kontrolle agieren kann. Daher wird vom US-Repräsentantenhaus eine komplette Regulierung und ein Moratorium gefordert. Damit sollen systemische Risiken erkannt und vermieden werden, welche eine Gefahr für die US-amerikanische und globale Finanzstabilität darstellen. Auch werden kritische Aussagen gegen Donald Trump genutzt um auf die Gefahr der Privatsphäre hinzudeuten:

„Zum Beispiel Cambridge Analytica, eine Politikberatungsfirma, die von Trump 2016 genutzt wurde. Diese hatte Zugriff auf mehr als 50 Millionen privater Daten von Facebook-Nutzern, mit denen die Abstimmung beeinflusst wurde. Hier soll Facebook noch 5 Milliarden Dollar wegen Täuschung der Verbraucher und Nichtaufbewahrung von Verbraucherdaten zahlen.“

Hier die 27 Mitglieder der Libra Association, welche in dem Brief aufgelistet werden:

Mastercard, PayPal, PayU, Stripe, Visa, Booking Holdings, eBay, Facebook/Calibra, Farfetch, Lyft, MercadoPago, Spotify AB, Uber Technologies Inc., Iliad, Vodafone Group, Anchorage, Bison Trails, Coinbase Inc., Xapo Holdings Limited, Andreessen Horowitz, BreakU1rough Initiatives, Ribbit Capital, Tiuive Capital, Union Square Vemures, Creative Destrucion Lab, Kiva, Mercy Corps und Women’s World Banking.

Facebook Dislike ButtonFazit

Hinsichtlich der nationalen Sicherheit der USA sowie der Privatsphäre aller Facebook- und Libra-Nutzer, sollte eine klare Regulierung von Libra von Seiten Amerikas ausgehen. Die Demokraten berufen sich auf Krypto-Börsenhacks der ersten drei Quartale des Jahres 2018. In dem Zeitraum stahlen Hacker fast eine Milliarde Dollar von den Börsen. Zudem wird auf die Gefahr einer Plattform, die nicht reguliert ist und die Möglichkeiten von illegalen Aktivitäten und Geldwäsche bietet, hingewiesen. Auch aus Russland kommen heftige Gegenstimmen. Libra soll dort nicht legalisiert werden. Mehr zum Thema Russland Verbot findest du hier. Auch die Wallet-Adoption von Libra scheint zu scheitern. Es scheint so, als ob Zuckerberg bei keiner Regierungsbehörde weltweit zum Redaktionszeitpunkt Erfolg hat. Mehr zum Misserfolg der Krypto-Wallet findest du hier. Ob Facebook wirklich die Entwicklung des Projektes einstellt, bleibt vorerst offen. Allerdings ist eine Regulierung jetzt sehr wahrscheinlich.

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