Pilotprojekt „Wien Token“ startet 2020

Wien Token CO2-VerbrauchDas Klima steht im Mittelpunkt der heutigen Gesellschaft. Viele Staaten sind daran interessiert, die Umweltbilanz des Landes zu verbessern. Greta Thunberg konnte mit der von ihr stammenden “Fridays For Future“-Aktion viele Menschen davon überzeugen, die Sichtweise auf unsere Lebensart zu überdenken und umweltfreundlichere Maßnahmen zu ergreifen. Dass diese, sowie zahlreiche weitere Aktionen Wirkung zeigen, erkennt man leicht, wenn man sich die Wahlergebnisse der Grünen anschaut. In einer Zusammenarbeit der WU und TU Wien wurde ein System mithilfe einer Blockchain ausgeklügelt, das den CO2-Verbrauch der Bewohner aufzeichnen soll. Als Belohnung für z.B. Bus fahren bekommt der Nutzer Wien Token gutgeschrieben.

Das Projekt: Wien Token

Aber nun nochmal von Anfang an. Das Konzept hinter der Idee ist sowohl simpel, als auch genial. Nachdem sich einige Forscher reichliche Gedanken darüber gemacht haben, wie man die Bevölkerung davon überzeugt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder auf das Fahrrad umzusteigen, anstatt das Auto zu benutzen, kamen sie auf eine Idee. Die Einwohner, die einen geringen CO2-Fußabdruck hinterlassen, sollen belohnt werden.

Diese Belohnung soll als digitale Gutschrift fungieren, die in Kultureinrichtungen wie Museen als Rabatte oder Eintrittsnachlässe bei Veranstaltungen eingesetzt werden können. Es ist also durch dieses Konzept nicht möglich, Geld zu verdienen. Allerdings kann jeder Einwohner bei der Nutzung der App Geld sparen, indem er seinen persönlichen CO2-Verbrauch senkt.

Der Mediensprecher der Stadt Wien, Alfred Strauch, beschreibt das Projekt folgendermaßen:

Ganz einfach: Durch Zufußgehen, Radfahren oder Öffentliche-Verkehrsmittel-Benutzen reduziert man aktiv CO2. Die CO2-Reduktion wird in der elektronischen Wallet als Token gespeichert. Diese wiederum wird man dann für Gratistickets im Bereich Kunst und Kultur eintauschen können.

Die Token haben keinen Wert, sondern einen Zweck. So wie der analoge Plastik-Token das Schloss des Einkaufswagens öffnet, ermöglich der virtuelle Kultur-Token Zugang zu Kunst und Kultur, je nach Geschmack. Das Ganze soll schlicht Laune machen. Und zwar im Sinne eines gemeinschaftlichen Miteinanders.

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Die App basiert auf der Blockchain-Technologie, die die Daten der Nutzer dezentral speichert. Durch einen Smartphone-Sensoren gestützter Schrittzähler werden die Wege, die man beschreitet aufgezeichnet. Die App nimmt hierbei die CO2-Reduktion der jeweiligen Person auf und gibt anteilig Wien Token auf dein Wallet, welche wiederum für Rabatte eingelöst werden können. Um den CO2-Verbrauch des eigenen Projektes niedrig zu halten, wird nicht der Proof-of-Work Konsensusmechanismus eingesetzt. Welcher jedoch genutzt wird, ist noch unklar.

Ob das Pilotprojekt wirklich Wirkung zeigt, ist natürlich dahingestellt, allerdings ist es ein interessantes Experiment, das hervorzeigen wird, ob Menschen durch Belohnungen bereit sind sich klimaschonender zu verhalten. Sollte das Projekt Wurzeln schlagen und sich etablieren stehen sogar schon neue Einsatzbereiche bereit. Themengebiete hierfür wären Müllvermeidung oder Senkung des Stromverbrauchs.

Weitere Blockchain Projekte

Wien Token CO2-VerbrauchDieses Projekt ist erst der Nachreiter von bereits zwei vorhergehenden Projekten. Das erste war die Notarisierung von Open-Government-Daten. Hierbei wurde über eine Blockchain ein Sicherheitsmechanismus entwickelt, der die Verarbeitung der Open-Government-Daten erleichtert. Zum anderen erfolgte die Abgabe von Essensmarkten über ein Blockchain-System. Dadurch konnte eine Reduktion von Papier und Aufwand realisiert werden. Michael Schramm, Mitarbeiter von EY, einem Beratungsunternehmen in Wien lobt den Einsatz:

Die Stadt Wien ist ein internationales Vorbild

Eine eigene Kryptowährung der Stadt Wien zu entwickeln lehnt Strauch allerdings trotz der vielen Blockchain-Projekte ab. Als Grund dafür gibt er an:

Die Aufgaben einer Stadtverwaltung sind vielfältigst und herausfordernd. Die Erstellung einer eigenen Währung, ob analog oder digital, gehört definitiv nicht dazu. Aus diesem Grund wird das Design des Kultur-Token auch so angelegt, dass dieses System zu keinem Zeitpunkt in eine Ersatzwährung mutiert werden kann.


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Fazit               

Wien geht mit diesem Projekt einen Schritt in die richtige Richtung. Wir müssen gemeinsam auf unsere Umwelt achten, dass auch spätere Generationen sich an den Schönheiten unseres Planeten erfreuen können. Das Belohnungssystem bietet einen Reiz, doch lieber mit der Bahn, anstatt dem Auto zur Arbeit zu fahren. Im Gegensatz zu dem Konzept, das China aufschlägt, also Sanktionierungen für unerwünschtes Verhalten, beruht dieses System auf Belohnungen anstatt Bestrafungen.

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