Was ist SegWit2x?

SegWit 2x (Segregadet Witness dt. abgespaltener Zeuge) ist ein neues Transaktionsformat für die Bitcoin-Blockchain, welches im August 2017 eingeführt wurde. Der Grund hierfür sind die allgemein bekannten Skalierungsprobleme beim Bitcoin. Segwit soll die Skalierung der Blockchain verbessern, indem die Größe der einzelnen Transaktionen um circa 50% sinkt. Die Blockchain ist das dezentral gespeicherte Transaktionsbuch aller Bitcoin-Transaktionen die jemals stattgefunden haben in zeitlich geordneter Reihenfolge.

Wie funktioniert überhaupt das herkömmliche Bitcoin-Transaktionsformat?

Dort besteht eine Transaktion aus einer Hälfte, in der die Transaktionsinformationen abgespeichert sind. Die andere Hälfte wird für die Signatur mit dem Private Key benötigt. Durch das verbinden beider kann mittels einer Wallet eine Anfrage für eine Transaktion an die Bitcoin-Blockchain geschickt werden.

Wie funktioniert SegWit2x spezifisch?

Hier benötigt die Signatur nicht mehr die Hälfte des Platzes. Sie wird nur in der Hälfte der Transaktion gespeichert, die für die Transaktionsinformationen benötigt wird. Dadurch ist es möglich, anstelle der bei dem alten Format möglichen 4200 Transaktionen, nun 8400 Transaktionen in einen einen Block zu packen, ohne dass die Größe des Private Keys formal erhöht wird. Dies hat den großen Vorteil, dass mehr Transaktionen in einem Block aufgelistet werden können, was wiederum die Dauer einer Transaktion senkt. Hierdurch wird zudem die Möglichkeit der off-chain Transaktionen geöffnet wie es das Lightning-Network verspricht.

Zudem wird eine Erweiterung der Skriptsprache der Bitcoin-Blockchain ohne Hard Fork möglich. Der Weg für Smart Contracts, Side Chains und Off Chains wurde geebnet. Der Nutzer kann sowohl das alte, als auch das neue Transaktionsformat nutzen. Daher handelt es sich um einen Soft Fork. In der Blockchain hat das alte Adressformat eine 1, das SegWit Adressformat eine 3 am Anfang der Adresse.

Warum wird nicht einfach die Blockgröße erhöht?

In diesem Fall würde ein Hard Fork zustande kommen, da bei solch einem die Nodes und Miner geupdatet werden müssten. Es könnte eine zweite Version des Bitcoins erschaffen werden, wenn nicht alle mitmachen, da am Ende zwei verschiedene Blockchains entstehen würden. Zudem würden eine erhöhte Blockgröße die Kosten für das Mining steigern und somit eine Zentralisierung fördern, da sich das nicht jeder leisten könnte. Ein weiterer Grund, der dagegen spricht, ist dass bei einer Erhöhung der Blockgröße von 1 MB auf 2 MB die durchschnittlichen Transaktionen die jede Sekunde getätigt werden von 7 auf „nur“ 14 steigen würden. Dadurch ist zwar eine höhere Skalierung möglich, aber massentauglich würde das auf lange Sicht nicht sein.

Vorteil gegenüber dem herkömmlichen zentral gesteuerten Bankensystem:

Bei Kryptowährungen wird die Kryptographie ausgenutzt, welche die Regeln zur Coin Erstellung dezentral nutzt. Dadurch liegt die tatsächliche Macht der Bevölkerung bei der Masse und nicht beim Kapital. Es wird Zeit brauchen, bis die Mehrheit der Menschen erkennt, dass es sinnvoller ist der Mathematik bzw. der Kryptographie zu vertrauen und nicht zentral gesteuerten Institutionen, welche uns in Vergangenheit meist in Krisen gestürzt haben. Sobald Kryptowährungen Massentauglich werden, wird es einen Ansturm der Menschen geben, wie es das Internet in den 2000er Jahren bekommen hat. Mit dem Vertrauen steigt nicht nur der Wert, sondern auch die Sicherheit des kompletten Systems.

Name Price24H (%)
$8,108.07
-1.35%
$173.89
-2.56%
XRP (XRP)
$0.250627
-1.55%

Wir haben dir die wichtigsten Kryptowährungen einfach erklärt

COIN WORLD

Blockchain studieren - Tastatur Deutschland Fahne

Blockchain studieren: 900.000€ Fördermittel für Entwicklung eines rechtssicheren Rahmens

Wien Token

Pilotprojekt “Wien Token” startet 2020

Krypto-Steuer

Erstes Urteil bestätigt Krypto-Steuer in Deutschland

Feedback

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
*Anzeige
Menü